Sonntag, 14. Februar 2010
Das Paradoxon des Murmeltiertags
Gerade eben habe ich den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" (Gorundhog Day) gesehen, in dem der Protagonist Phil, gespielt von Bill Murray, täglich am selben Tag, nämlich dem Murmeltiertag, aufwacht und dies letztendlich auf eine sich entwickelnde Weise zu nutzen lernt. Natürlich musste ich im Kopf durchspielen, ob und wie solch etwas möglich sei...Vom Psychologieunterricht geprägt schloss ich natürlich zuerst auf mögliche psychische Störungen des Protagonisten (z.B. Schizophrenie), da dies aber sichtlich kein Aspekt des Films war, wich ich letztendlich davon ab. Natürlich bin ich zu keiner Lösung gekommen, aber immerhin fiel mir letztendlich die Paradoxität des Geschehens auf.
Egal was Phil nämlich am "Vor"tag machte - es war am nächsten Morgen wieder alles so, als ob es diesen Tag nie gegeben hätte. Wenn sich Phil am Vortag verletzte, wachte er ohne Spuren vom Vortag, also ohne Verletzungen, wieder auf, allerdings wieder am gleichen Tag...Phil konnte es anfangs selbst nicht fassen und machte den empirischen Versuch; am Abend zerbrach er einen Bleistift, der am Nachtkästchen lag. Dieser war am nächsten Morgen wieder so, als hätte Phil ihn nie berührt.
Von der Zeitschleife betroffen sind in erster Linie also alle physischen Dinge und Geschehnisse. Doch was ist mit dem Psychischen? Egal was Phil in der Zeitschleife gemacht hat, Phils Mitmenschen können sich am "nächsten" Morgen nicht daran erinnern, bzw. es hat für sie nicht stattgefunden, während Phils Erinnerungen am nächsten Morgen, so oft er an diesem gleichen Morgen auch aufwacht, stets vorhanden sind, was meiner Meinung nach aber ein Paradoxon ist.
Der Plot des Filmes ist verdammt schwer zu erklären, am besten Sie sehen sich den Film einfach mal an...Nebenbei ist er auch recht witzig.
un, zum eigentlichen Thema, dem Paradoxon: Was wäre nun, wenn ein Mensch tatsächlich in so eine Zeitschleife gerät? Kann er sich dessen überhaupt bewusst sein, wenn er am "gleichen" Morgen wieder aufwacht? Ich meine, kann er sich überhaupt bewusst sein, dass es wieder der gleiche Tag ist?
Möglich wäre dies nur, wenn der sich in der Zeitschleife befindende nicht direkt von der Zeitschleife betroffen ist, sondern nur sein Umfeld, eben so, wie es im Film ist. Denn dann ist er sich der Zeitschleife durchaus bewusst.
Aber was nun, wenn auch er selbst - nicht nur physisch, sondern auch psychisch in die Zeitschleife involviert ist?
Es ist kaum vorzustellen, dieser Mensch würde den gleichen Tag unendlich oft auf die gleiche Weise leben ohne es zu merken...Und er würde es eben nicht einmal merken, auch nicht, dass er nicht altert, da sein Gehirn ja, wen die Zeitschleife wieder von neuem beginnt, wieder auf den Status des vergangenen Morgens gesetzt wird, und er ja nicht weiß, dass er diesen Tag schonmal erlebt hat, und er auch denkt -jedes Mal aufs Neue - dass es ein (anderes) Morgen geben wird...
Unvorstellbar...
Vergleichbar wäre dies mit dem Paradoxon des Zeit-Stoppens.
Angenommen Herr X besäße eine Uhr, mit der er die Zeit anhalten kann. Egal für wie lange (man beachte, schon dies ist ein Widerspruch, es sei denn, Herr X befindet sich in einer anderen Zeitebene) Herr X die Zeit anhält, die vom Zeitstoppen betroffenen würden nichts davon mitkriegen, dass die Zeit gestoppt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte ;)
Paradoxa bereiten eben Kopfzerbrechen...
Egal was Phil nämlich am "Vor"tag machte - es war am nächsten Morgen wieder alles so, als ob es diesen Tag nie gegeben hätte. Wenn sich Phil am Vortag verletzte, wachte er ohne Spuren vom Vortag, also ohne Verletzungen, wieder auf, allerdings wieder am gleichen Tag...Phil konnte es anfangs selbst nicht fassen und machte den empirischen Versuch; am Abend zerbrach er einen Bleistift, der am Nachtkästchen lag. Dieser war am nächsten Morgen wieder so, als hätte Phil ihn nie berührt.
Von der Zeitschleife betroffen sind in erster Linie also alle physischen Dinge und Geschehnisse. Doch was ist mit dem Psychischen? Egal was Phil in der Zeitschleife gemacht hat, Phils Mitmenschen können sich am "nächsten" Morgen nicht daran erinnern, bzw. es hat für sie nicht stattgefunden, während Phils Erinnerungen am nächsten Morgen, so oft er an diesem gleichen Morgen auch aufwacht, stets vorhanden sind, was meiner Meinung nach aber ein Paradoxon ist.
Der Plot des Filmes ist verdammt schwer zu erklären, am besten Sie sehen sich den Film einfach mal an...Nebenbei ist er auch recht witzig.
un, zum eigentlichen Thema, dem Paradoxon: Was wäre nun, wenn ein Mensch tatsächlich in so eine Zeitschleife gerät? Kann er sich dessen überhaupt bewusst sein, wenn er am "gleichen" Morgen wieder aufwacht? Ich meine, kann er sich überhaupt bewusst sein, dass es wieder der gleiche Tag ist?
Möglich wäre dies nur, wenn der sich in der Zeitschleife befindende nicht direkt von der Zeitschleife betroffen ist, sondern nur sein Umfeld, eben so, wie es im Film ist. Denn dann ist er sich der Zeitschleife durchaus bewusst.
Aber was nun, wenn auch er selbst - nicht nur physisch, sondern auch psychisch in die Zeitschleife involviert ist?
Es ist kaum vorzustellen, dieser Mensch würde den gleichen Tag unendlich oft auf die gleiche Weise leben ohne es zu merken...Und er würde es eben nicht einmal merken, auch nicht, dass er nicht altert, da sein Gehirn ja, wen die Zeitschleife wieder von neuem beginnt, wieder auf den Status des vergangenen Morgens gesetzt wird, und er ja nicht weiß, dass er diesen Tag schonmal erlebt hat, und er auch denkt -jedes Mal aufs Neue - dass es ein (anderes) Morgen geben wird...
Unvorstellbar...
Vergleichbar wäre dies mit dem Paradoxon des Zeit-Stoppens.
Angenommen Herr X besäße eine Uhr, mit der er die Zeit anhalten kann. Egal für wie lange (man beachte, schon dies ist ein Widerspruch, es sei denn, Herr X befindet sich in einer anderen Zeitebene) Herr X die Zeit anhält, die vom Zeitstoppen betroffenen würden nichts davon mitkriegen, dass die Zeit gestoppt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte ;)
Paradoxa bereiten eben Kopfzerbrechen...
Samstag, 13. Februar 2010
Donnerstag, 11. Februar 2010
Technik und Philosophie? Was meinen Sie?
Sehr geehrter Leser
Mittlerweile hätte sich eine Menge an Tipps im Bereich Computer, Software und Multimedia angehäuft, die ich auch gerne mit Ihnen teilen würde.
Allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich dafür nicht überhaupt einen eigenen Blog einrichten sollte - was meinen Sie?
Mittlerweile hätte sich eine Menge an Tipps im Bereich Computer, Software und Multimedia angehäuft, die ich auch gerne mit Ihnen teilen würde.
Allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich dafür nicht überhaupt einen eigenen Blog einrichten sollte - was meinen Sie?
Endlich geht's weiter
So ist es, werter Leser...Nach einer etwas längeren Pause, die sich durch Mangel an Zeit und Gelegenheiten ergeben hat, werde ich mich wieder diesem Blog widmen. Bevor ich aber weiterposte, möchte ich erst die Benutzeroberfläche verbessern; Übersichtlicher, angenehmer und besser strukturiert soll sie innerhalb den nächsten Tagen werden, daher sind die Labels/Tags derzeit noch unvollständig (allerdings ein Zeichen, dass etwas weitergeht ;) )...
Hausdachbphilosophie ist also in der Beta-Version ;)
Hausdachphilosophie 1.0.0beta sozusagen
Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen
Hausdachbphilosophie ist also in der Beta-Version ;)
Hausdachphilosophie 1.0.0beta sozusagen
Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen
Dienstag, 19. Januar 2010
Yes we can? We will see...
Wer sich jetzt hier eine Stellungnahme zur Politik von Barack Obama oder gar der Notstandssituation in Haiti erwartet, ist hier falsch, denn dieser Artikel bezieht sich rein auf die in seinem Vorgänger erwähnte Onlinesucht.
Wer dennoch an der Politik Obamas oder der besagten Haiti-Notstandssituation, besser gesagt einer kritischen Anschauung des Weltgeschehens interessiert ist, sollte mal einen Blick in den äußerst empfehlenswerten Blog "Alles Schall und Rauch" werfen.
Nundenn, um auf das eigentliche Thema sprechen zu kommen: Seit Sonntag Nacht bzw. Montag Morgen schaffte ich es doch tatsächlich, wenn auch vielleicht indirekt durch den steigenden Zeitdruck motiviert, meine sinnlose Onlinezeit extrem zu reduzieren.
Gestern waren es nicht viel mehr als 15 Minuten, die ich auf YouTube und Ähnlichem verbrachte, und heute nurmehr wenige Minuten, die durch das "Checken" eventueller Neuigkeiten entstanden, welches ich auch reduzieren will, da mir die Neuigkeiten erstens nicht weglaufen (ich sie also später gesammelt nachsehen kann), zweitens meist irrelevant sind und drittens in minimal aber doch abnehmender Frequenz auftreten.
Auch wenn das nun nicht einmal ganze zwei Tage waren, aber ich denke, ich habe zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gewagt, oder habe die richtige Richtung zumindest gefunden.
Aber wie man ja so schön sagt, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die ultimative (Selbst)Disziplinprüfung bringt dann das kommende Wochenende mit sich, an dem ich dann ausnahmsweise mal (vergleichsweise) etwas weniger zu tun habe, ergo ist die Versuchung umso größer.
Wir werden sehen...
So, dann werde ich dann wieder meinen Pflichten rechtzeitig nachgehen...
Man schreibt/liest sich spätestens am Wochenende mit Neuigkeiten ;)
Wer dennoch an der Politik Obamas oder der besagten Haiti-Notstandssituation, besser gesagt einer kritischen Anschauung des Weltgeschehens interessiert ist, sollte mal einen Blick in den äußerst empfehlenswerten Blog "Alles Schall und Rauch" werfen.
Nundenn, um auf das eigentliche Thema sprechen zu kommen: Seit Sonntag Nacht bzw. Montag Morgen schaffte ich es doch tatsächlich, wenn auch vielleicht indirekt durch den steigenden Zeitdruck motiviert, meine sinnlose Onlinezeit extrem zu reduzieren.
Gestern waren es nicht viel mehr als 15 Minuten, die ich auf YouTube und Ähnlichem verbrachte, und heute nurmehr wenige Minuten, die durch das "Checken" eventueller Neuigkeiten entstanden, welches ich auch reduzieren will, da mir die Neuigkeiten erstens nicht weglaufen (ich sie also später gesammelt nachsehen kann), zweitens meist irrelevant sind und drittens in minimal aber doch abnehmender Frequenz auftreten.
Auch wenn das nun nicht einmal ganze zwei Tage waren, aber ich denke, ich habe zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gewagt, oder habe die richtige Richtung zumindest gefunden.
Aber wie man ja so schön sagt, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die ultimative (Selbst)Disziplinprüfung bringt dann das kommende Wochenende mit sich, an dem ich dann ausnahmsweise mal (vergleichsweise) etwas weniger zu tun habe, ergo ist die Versuchung umso größer.
Wir werden sehen...
So, dann werde ich dann wieder meinen Pflichten rechtzeitig nachgehen...
Man schreibt/liest sich spätestens am Wochenende mit Neuigkeiten ;)
Montag, 18. Januar 2010
Onlinesucht
Ich habe ein ganzes Wochenende lang nichts anderes gemacht, als geschlafen und vor dem Computer gesessen, und das obwohl ich eigentlich ein ganzes Wochenende lang was zu tun hätte. Und meine Pflichten werden in der zweiten Nachthälfte (wie Sie sehen, es ist eh wieder 01:44) mit jeder Menge Schlafmangel als Folge erledigt.
Das ist leider nicht das erste Mal, das geht nun schon ein gutes dreiviertel Jahr so.
Mir scheint, in meinem Fall ist es eine Art der unterbewussten Projektion (Projektion nach Freud).
Hier ist mit Projektion gemeint, dass der Leistungsdruck, der derzeit seitens der Schule extrem hoch ist, durch Ablenkung "bewältigt" oder vergessen wird. Mein Unterbewusstsein bildet mir mit dem Surfen eine nicht belastende Beschäftigung. Es projiziert mir sozusagen mit den Beschäftigungen im WWW "Aufgaben" und versieht diese mit unterbewusst höherer Priorität, als die Pflichtaufgaben (Beispiel "Ah...dieses Video will ich mir auch noch ansehen...dann dieses...und dann dieses...und dann geh ich lernen...).
Dass das Internet definitiv eine Droge sein kann zeigt sich hier:
Bin ich erstmal online, ist es wie in einem Rausch. Man denkt nicht an das, was man noch alles zu tun hätte (und wenn doch, dann denkt man sich "ach, das wird sich schon irgendwie ausgehen") ist eigentlich ziemlich glücklich und lacht und ist sich auch der Sinnlosigkeit vieler Sachen nicht bewusst. Manchmal kommt es sogar vor, dass man "einfach vor dem Computer ist, um vor dem Computer zu sein" (wie es Sintwolf so treffend beschrieb).
Nüchtert man dann aber aus bzw. schaltet man den Computer dann -meist aus zwingenden Gründen- aus, ist man erst einmal richtig down, vergleichbar mit einem Kater.
Das schlechte Gewissen plagt einen und man kriegt ziemlichen Stress und Panik, weil mein ja noch so viel zu tun hat. Als letzte Phase kommt dann "Ab morgen werde ich meine Onlinezeit einschränken"...
In der selben Nacht noch guter Dinge und motiviert für eine komplette Abstinenz, ertappt man sich am nächsten Nachmittag wieder auf YouTube & Co.
Man kann das Internet natürlich auch sinnvoll nutzen, und die sinnvolle Nutzung ist meist auch viel weniger zeitaufwendig, genauso wie der moderate Konsum von Alkohol unschädlich ist (ob er sogar gesund sein kann, sei dahingestellt).
Zur sinnvollen Nutzung gehören meiner Meinung nach in erster Linie natürlich alles was man für Arbeit oder Schule macht (machen muss), etwas in den Blog schreiben (solange dies nicht zur twitteresken Selbstdarstellung ausartet bzw. zum Cybereyhibitionismus) sowie alles was wirklich dann auch den Hobbys entspricht (in meinem Falle Fotos bearbeiten, in Wikipedia stöbern, ...).
YouTube sollte mit Vorsicht genossen werden.
Bezüglich Facebook & Co. kann ich nur auf de Artikel von Sintwolf verweisen: Soziale Netzwerke - eine Feindschaftsgeschichte
Nundenn, ich will das Thema nicht weiterhin erörtern, dafür ist es mittlerweile wirklich zu spät (Uhrzeit).
Ich möchte diesen Philosophieblog auch nicht unbedingt für ein Tagebuch oder eben besagte Selbstdarstellung zweckentfremden aber dennoch, als kleine Motivation für meine Leser und mich selbst, werde ich ab morgen (auch wenn ich das seit einem halben Jahr sage) einfach eiskalten Entzug versuchen und über erste Erfolge berichten.
Das bedeutet, ich werde versuchen, ab morgen das Internet nurmehr möglichst sinnvoll zu nutzen, also keine sinnlosen YouTube-Videos, keine langen Aufenthalte in Communities, kein "einfach irgendwas vor dem Computer machen" und kein "Alle 5 Minuten überprüfen ob es da und da etwas Neues gibt" mehr!
Als zusätzlichen Ansporn habe ich mir, Pi mal Daumen, meine gesamte Onlinezeit bei YouTube ausgerechnet, die mittlerweile gute 50 Tage (bei durchschnittlich 2,5 Minuten pro Video) betragen dürfte. Okay, ich habe von WoW-Spielern gehört, die eine Onlinzeit von einem halben Jahr und mehr haben, aber für mich sind 50 Tage bereits verdammt viel.
Das ist der letzte Versuch, ansonsten werde ich Hilfe aufsuchen.
Das ist leider nicht das erste Mal, das geht nun schon ein gutes dreiviertel Jahr so.
Mir scheint, in meinem Fall ist es eine Art der unterbewussten Projektion (Projektion nach Freud).
Hier ist mit Projektion gemeint, dass der Leistungsdruck, der derzeit seitens der Schule extrem hoch ist, durch Ablenkung "bewältigt" oder vergessen wird. Mein Unterbewusstsein bildet mir mit dem Surfen eine nicht belastende Beschäftigung. Es projiziert mir sozusagen mit den Beschäftigungen im WWW "Aufgaben" und versieht diese mit unterbewusst höherer Priorität, als die Pflichtaufgaben (Beispiel "Ah...dieses Video will ich mir auch noch ansehen...dann dieses...und dann dieses...und dann geh ich lernen...).
Dass das Internet definitiv eine Droge sein kann zeigt sich hier:
Bin ich erstmal online, ist es wie in einem Rausch. Man denkt nicht an das, was man noch alles zu tun hätte (und wenn doch, dann denkt man sich "ach, das wird sich schon irgendwie ausgehen") ist eigentlich ziemlich glücklich und lacht und ist sich auch der Sinnlosigkeit vieler Sachen nicht bewusst. Manchmal kommt es sogar vor, dass man "einfach vor dem Computer ist, um vor dem Computer zu sein" (wie es Sintwolf so treffend beschrieb).
Nüchtert man dann aber aus bzw. schaltet man den Computer dann -meist aus zwingenden Gründen- aus, ist man erst einmal richtig down, vergleichbar mit einem Kater.
Das schlechte Gewissen plagt einen und man kriegt ziemlichen Stress und Panik, weil mein ja noch so viel zu tun hat. Als letzte Phase kommt dann "Ab morgen werde ich meine Onlinezeit einschränken"...
In der selben Nacht noch guter Dinge und motiviert für eine komplette Abstinenz, ertappt man sich am nächsten Nachmittag wieder auf YouTube & Co.
Man kann das Internet natürlich auch sinnvoll nutzen, und die sinnvolle Nutzung ist meist auch viel weniger zeitaufwendig, genauso wie der moderate Konsum von Alkohol unschädlich ist (ob er sogar gesund sein kann, sei dahingestellt).
Zur sinnvollen Nutzung gehören meiner Meinung nach in erster Linie natürlich alles was man für Arbeit oder Schule macht (machen muss), etwas in den Blog schreiben (solange dies nicht zur twitteresken Selbstdarstellung ausartet bzw. zum Cybereyhibitionismus) sowie alles was wirklich dann auch den Hobbys entspricht (in meinem Falle Fotos bearbeiten, in Wikipedia stöbern, ...).
YouTube sollte mit Vorsicht genossen werden.
Bezüglich Facebook & Co. kann ich nur auf de Artikel von Sintwolf verweisen: Soziale Netzwerke - eine Feindschaftsgeschichte
Nundenn, ich will das Thema nicht weiterhin erörtern, dafür ist es mittlerweile wirklich zu spät (Uhrzeit).
Ich möchte diesen Philosophieblog auch nicht unbedingt für ein Tagebuch oder eben besagte Selbstdarstellung zweckentfremden aber dennoch, als kleine Motivation für meine Leser und mich selbst, werde ich ab morgen (auch wenn ich das seit einem halben Jahr sage) einfach eiskalten Entzug versuchen und über erste Erfolge berichten.
Das bedeutet, ich werde versuchen, ab morgen das Internet nurmehr möglichst sinnvoll zu nutzen, also keine sinnlosen YouTube-Videos, keine langen Aufenthalte in Communities, kein "einfach irgendwas vor dem Computer machen" und kein "Alle 5 Minuten überprüfen ob es da und da etwas Neues gibt" mehr!
Als zusätzlichen Ansporn habe ich mir, Pi mal Daumen, meine gesamte Onlinezeit bei YouTube ausgerechnet, die mittlerweile gute 50 Tage (bei durchschnittlich 2,5 Minuten pro Video) betragen dürfte. Okay, ich habe von WoW-Spielern gehört, die eine Onlinzeit von einem halben Jahr und mehr haben, aber für mich sind 50 Tage bereits verdammt viel.
Das ist der letzte Versuch, ansonsten werde ich Hilfe aufsuchen.
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