Mir ging es jedenfalls schon oft so.
Eines Abends -es mag wohl schon Jahre her sein- kam mir die Idee, dass sich das Universum wieder komprimiert. Denn –so dachte ich- irgendwann müssten ja alle Schwarzen Löcher dieses Universums, die gesamte Materie des Universums aufgesogen haben… Die komprimierte Materie würde dann nochmal eingesogen – und nochmal komprimiert werden…Bis letztendlich die Masse so stark komprimiert, und die Reibung so stark ist, dass ein weiterer Urknall entsteht und wir sozusagen in einer Endlosschleife geschaffen und wieder vernichtet werden.
Meine Theorie war natürlich etwas ausführlicher, aber da sie ja ohnehin widerlegt wurde, habe ich sie auf das Wichtigste zusammengefasst.
Nun, jeder mit etwas astronomischem Fachwissen erkennt sofort die Naivität der Theorie, und hier zeigt sich wo dann die Vorteile von Fachwissen liegen. Der gesunde, freie Menschenverstand bzw. die Vernunft liefern ausgezeichnete Ideen und Theorien, die Ausformulierung bzw. Verifizierung muss man wohl aber mit Fachwissen angehen.
Die Theorie ist natürlich widerlegt, denn
1.) Schwarze Löcher haben den sogenannten Schwarzschild-Radius, der salopp gesagt deren "Wirkungsbereich" umfasst und kaum größer wird, also irgendwann hat ein Schwarzes Loch seine grenze erreicht. Schwarze Löcher wachsen also nicht unendlich.
2.) Das Universum "pulsiert" und zieht sich in unregelmäßigen Abständen zusammen, expandiert dann aber wieder. Vereinfacht gesagt läuft dies dann auf die Chaos-Theorie hinaus, aber das ist eine andere Geschichte.
Nun, besonders in meinen jüngsten Jahren, also ca. mit 10, in denen ich mich sehr stark für die Suche nach außerirdischem Leben und alles, was damit zusammenhing, interessierte quollen die Ideen, Erfindungen und Theorien nur so hervor und ohne mich groß selbst zu loben, ich fand noch heute in meinen damaligen Notizen so einige heute gängige Theorien und Erfindungen. Beispielsweise hatte ich die Idee, ob man denn nicht die Zusammensetzung eines Exoplaneten, also eines Planeten, der sich außerhalb unseres Sonnensystems befindet, anhand des von ihm ausgesendeten Lichtes bestimmen lässt. Und tatsächlich - die Spektralanalyse ist heutzutage eine gängige Methode, das Material der Sterne bzw. sogar das der Planeten anhand des von ihnen ausgestrahlten/reflektierten Lichtes zu bestimmen. Ich hatte noch viele solche Theorien, und oft fühlte ich mich förmlich beobachtet, als ich wenige Jahre darauf von darauf bzw. ähnlichen Theorien basierenden Ideen/Erfindungen/Konzepte las (nein, natürlich bin ich, zumindest meines Wissens nach, nicht schizophren, ich hatte damals einfach nur den Film "Die Truman Show" gesehen). Dies ist meiner Meinung nach eindeutig der Beweis, dass diese Ideen aus der freien menschlichen Vernunft, dem Potential eines jeden, entstammt. Unterscheidend ist lediglich die Formulierung. Fachwissen hilft uns zu Verifizieren und die Idee anzuwenden bzw. zu verbessern, aber die Grundkonzepte, die Grundideen und Grundtheorien stecken in uns allen. Manche lassen diese großartigen Überlegungen in sich ein Leben lang schlummern, weil sie sich einfach zu sehr auf andere Theorien versteifen, meistens, weil diese angeblich plausibler anmuten und irgendwo auch bewiesen sind, da sie ja jemand mit akademischem Titel verfasst hat und so quasi "derjenige muss es ja wissen".
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