Sonntag, 1. November 2009

Die Faszination am Mystischen und Schaurigen

Warum fasziniert viele Menschen das Unheimliche? Warum sind Horrorfilme eigentlich so beliebt.
Lange Zeit habe ich mich damit beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Mensch –ganz speziell der heutige Mensch gewissermaßen ab und zu einen „Adrenalinkick“ braucht (so ungern ich jetzt auch in die Anglizismen rutsche), vielleicht um den Stress, den Druck, den Hass abzubauen. Diesen Adrenalin-Schub bekommt er hauptsächlich durch (willkürlich herbeigeführte) Risikosituationen und/oder mehr oder weniger willkürlich herbeigeführte Angstsituationen.
Der zweite Aspekt wäre, dass man, indem man ein unheimliches Buch oder einen Horrorfilm sieht, eine „Geborgenheitsbestätigung“ erlangen möchte, sprich, man schaut sich diesen Film an, um zu vergewissern „wie gut man es eigentlich hat“. Was anderes ist es natürlich, wenn sich ein Liebespärchen einen Horrorfilm ansieht – hier ist natürlich der Hintergedanke dabei, den Schutz, die Geborgenheit und somit die Zuneigung des Partners zu erlangen. Des Weiteren stellte das Unheimliche, das was uns Angst macht, auch gewissermaßen etwas „Verbotenes“ dar, aber gleichermaßen stärkt es auch das Selbstbewusstsein, so mutig zu sein, und sich an solches heranzuwagen, auch wenn es nur eine Illustion ist. Und wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, der Mensch findet Versuchung am Verbotenen.

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