Sonntag, 1. November 2009

Idee zur Nutzung des EPR-Effekts

Der EPR-Effekt. Sagt Ihnen das was? Nein? Dann sehen Sie mal javascript:void(0)hier.
Kurz erklärt: Angenommen, man hat ein Photonen- oder Elektronenpaar. Das eine Teilchen wird extrem weit weggeschickt. Verändert man nun z.B. den Spin des ersten Teilchens, so verändert er sich genau in dem selben Moment beim Anderen – ohne das Zeit vergeht – egal wie weit die Teilchen voneinander entfernt sind. Man könnte nun sagen, die Information wird mit Überlichtgeschwindigkeit übertragen. Auch wenn mittlerweile superluminare Teilchen (also Teilchen, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit fortbewegen) entdeckt wurden – wie z.B. die Tachyonen – so ist dies hier nicht der Fall. Man spricht hier von der sogenannten Nichtlokalität. Kurz zusammengefasst könnte man also sagen, dass diese Teilchen, besser gesagt das Teilchenpaar nicht in Raum&Zeit manifestiert, und somit nicht an dessen Gesetze gebunden ist.

Nun, zu meiner Idee: Die Nachricht bzw. die Information, ob nun als Text, Grafik, Video oder Audio (dazu zählen also auch Telefongespräche) müsste in einen Binärcode zerlegt werden –also nahezu so, wie es ohnehin im Internet gemacht wird. Nun nehmen wir an, dass Sender und Empfänger jeweils eine Art Platte (nur damit Sie es sich bildlich vorstellen können – in Wirklichkeit sähe das dann natürlich anders aus) auf der je nach Größe der gesendeten bzw. zu empfangenden Nachricht mehr oder weniger Photonen verteilt sind. Das „Partnerteilchen“ des auf der Platte des Senders liegenden Teilchens, liegt auf der Platte des Empfängers. Die Nachricht wurde ja in einen Binärcode zerlegt, also würde einfach bei einer 0 das Teilchen so belassen, wie es ist, und bei einer 1 wird der Spin des Teilchens z.B. auf - ½ verändert. Der Empfänger besitzt eine Apparatur, welche die Spinveränderungen notiert, und wieder als Binärcode ausgibt (also in etwa: "Spin verändert"=1 und "Spin gleich" = 0).
Zum besseren Verständnis hier noch eine modellhafte, etwas primitive Grafik, bei der die Zahl 13 übermittelt werden soll.


Die Idee ist natürlich nur rein gedanklich vorstellbar, und mit Sicherheit nicht so einfach zu versuchen, wie hier in meiner Beschreibung – aber es könnte u.U. schon mal ein hilfreicher Denkanstoß sein. Und immerhin konnte man den Spin eines Photons bzw. eines Photonenpaares bereits messen und auch verändern. Also wären wir von einem Versuch schon gar nicht mehr so weit entfernt.
Falls demnächst mal einer auf dieselbe Idee kommt und daraus eine Wahnsinns-Erfindung macht, und reich wird; dann sind Sie, werter Leser, wenigstens Zeuge, dass ich vorher bereits die Idee hatte, sie allerdings mangels Mittel nicht ausprobieren konnte. Kleiner Scherz…:)

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