Sonntag, 1. November 2009
Von der Liebe und dem Überfluss
Die Menschheit sollte langsam von dem Amorozentrischen Weltbild (eigens kreierter Begriff) absehen…Schauen Sie sich nur mal um – ich wette, dass mindestens 70% aller Spielfilme von Liebe handeln (wenn nicht mehr!), bzw. zumindest als Nebenplot eine kriselnde Beziehung geführt wird; 80% der gesamten Liedtexte handelt von Liebesgeschichten, und auch die Literaturthemen kommen mit Sicherheit über 60%.
Liebe schön und gut, aber es gibt auch andere –für mich jedenfalls wichtigere- Dinge im Leben. Die Menschen machen einfach einen Riesenwirbel um einen kleinen DNA-Austausch, und aus jedem "Akt" ein riesen "Verfahren". Dabei sollte Sexualität endlich so enttabuisiert und fernab von allen ungeschriebenen "Regeln" sein, dass sie all die anderen Dinge nicht mehr so enorm beeinträchtigt.
Um Missverständnissen vorzubeigen: Ich rede hier von der Liebe zwischen zwei Menschen in einer Liebesbeziehung, nicht etwa der "Liebe" zu einem Freund oder gar zu einer Tätigkeit.
Deshalb glaube ich, dass besonders Menschen, die nicht von Anfang an Glück in der Liebe hatten, sich früher mit Wissen, Literatur und Kunst auseinandersetzen, als andere, denen das Glück in den Schoß (im wahrsten Sinne des Wortes) fällt.
Fakt ist, Wissen macht Einsam, aber Einsamkeit macht auch Wissen.
Ist also doch ein gewisser Sinn in Abstinenz und Askese vorhanden?
Lange Zeit habe ich diesen Sinn nicht gesehen.
Doch der Überfluss, in welchem wir leben – sei es nun der Überfluss an materiellen Gütern oder an Liebe und Hass – blendet uns. Der Überfluss berauscht uns. So wie ein Alkoholrausch das Bewusstsein verschwimmen lässt, und die geistigen Prozesse einschränkt ist es auch der Rausch der Gier und der Macht.
Warum aber hat Liebe eine so übergeordnete Rolle?
Der Mensch hat einen sehr starken Drang nach sexueller Befriedigung, auch wenn es nur die Andeutung derselben ist.
Ist es denn nur der sexuelle Drang? Oder ist es auch die Geborgenheit, die man vom Partner bekommt und gleichermaßen wiederum die Fürsorge die man seinem Partner gibt.
Und warum braucht man diese Geborgenheit? Etwa als Ersatz für die elterliche Fürsorge, die eines Tages nicht mehr vorhanden ist? In der Pubertät ist Liebe – ob jetzt direkt oder indirekt – ein besonders großes Thema – logisch, man wird erwachsen. Und der Drang nach sexueller Befriedigung veranlagt sich hier. Ist der Bedarf an Zuwendung also im Prinzip nichts anderes als die Suche bzw. der Ersatz für die elterliche Fürsorge? Auch wenn die Eltern noch lange am Leben sind, so ist es möglicherweise ein Vorbereiten darauf… Ist denn der Mensch so abhängig? Dazu auch mehr im Artikel (Der Mensch – Herdentier oder Einzelgänger?). Gibt es denn Individuen, die völlig ohne Zuwendung auskommen? Wenn ein schlechtes Verhältnis zu den Eltern da war; inwieweit beeinflusst es den späteren Bedarf nach Zuwendung? Gut möglich, dass es diesen umso mehr prägt, da man die von Anfang an nie dagewesene Zuwendung und Zuneigung nachholen und ersetzen will. Das allesführt zu der Frage; wie selbstständig bzw. wie abhängig ist der Mensch?
Ich frage mich oft – wonach sehne ich mich; nach einer Beziehung, einem Füreinander-Sorgen und dem Gefühl „jemanden zu haben“, oder nach sexueller Befriedigung auf höchster Stufe und dem Gefühl sexueller Zärtlichkeit.
Der Mensch braucht, für gewöhnlich, soziale Nähe – diese ist für ihn lebensnotwendig, was uns beispielsweise das Deprivationssyndrom beweist. In der Kindheit, also in der Zeit, in der der Mensch auch physisch nicht alleine überlebensfähig wäre, reicht die elterliche Fürsorge aus. Deshalb zeigen die meisten Volksschulkinder noch kein Interesse am anderen Geschlecht. Dann, kurz vor Beginn der Pubertät, beginnt der Mensch allmählich einen Ersatz für die elterliche Zuwendung zu suchen….
(Artikel in Bearbeitung)
Liebe schön und gut, aber es gibt auch andere –für mich jedenfalls wichtigere- Dinge im Leben. Die Menschen machen einfach einen Riesenwirbel um einen kleinen DNA-Austausch, und aus jedem "Akt" ein riesen "Verfahren". Dabei sollte Sexualität endlich so enttabuisiert und fernab von allen ungeschriebenen "Regeln" sein, dass sie all die anderen Dinge nicht mehr so enorm beeinträchtigt.
Um Missverständnissen vorzubeigen: Ich rede hier von der Liebe zwischen zwei Menschen in einer Liebesbeziehung, nicht etwa der "Liebe" zu einem Freund oder gar zu einer Tätigkeit.
Deshalb glaube ich, dass besonders Menschen, die nicht von Anfang an Glück in der Liebe hatten, sich früher mit Wissen, Literatur und Kunst auseinandersetzen, als andere, denen das Glück in den Schoß (im wahrsten Sinne des Wortes) fällt.
Fakt ist, Wissen macht Einsam, aber Einsamkeit macht auch Wissen.
Ist also doch ein gewisser Sinn in Abstinenz und Askese vorhanden?
Lange Zeit habe ich diesen Sinn nicht gesehen.
Doch der Überfluss, in welchem wir leben – sei es nun der Überfluss an materiellen Gütern oder an Liebe und Hass – blendet uns. Der Überfluss berauscht uns. So wie ein Alkoholrausch das Bewusstsein verschwimmen lässt, und die geistigen Prozesse einschränkt ist es auch der Rausch der Gier und der Macht.
Warum aber hat Liebe eine so übergeordnete Rolle?
Der Mensch hat einen sehr starken Drang nach sexueller Befriedigung, auch wenn es nur die Andeutung derselben ist.
Ist es denn nur der sexuelle Drang? Oder ist es auch die Geborgenheit, die man vom Partner bekommt und gleichermaßen wiederum die Fürsorge die man seinem Partner gibt.
Und warum braucht man diese Geborgenheit? Etwa als Ersatz für die elterliche Fürsorge, die eines Tages nicht mehr vorhanden ist? In der Pubertät ist Liebe – ob jetzt direkt oder indirekt – ein besonders großes Thema – logisch, man wird erwachsen. Und der Drang nach sexueller Befriedigung veranlagt sich hier. Ist der Bedarf an Zuwendung also im Prinzip nichts anderes als die Suche bzw. der Ersatz für die elterliche Fürsorge? Auch wenn die Eltern noch lange am Leben sind, so ist es möglicherweise ein Vorbereiten darauf… Ist denn der Mensch so abhängig? Dazu auch mehr im Artikel (Der Mensch – Herdentier oder Einzelgänger?). Gibt es denn Individuen, die völlig ohne Zuwendung auskommen? Wenn ein schlechtes Verhältnis zu den Eltern da war; inwieweit beeinflusst es den späteren Bedarf nach Zuwendung? Gut möglich, dass es diesen umso mehr prägt, da man die von Anfang an nie dagewesene Zuwendung und Zuneigung nachholen und ersetzen will. Das allesführt zu der Frage; wie selbstständig bzw. wie abhängig ist der Mensch?
Ich frage mich oft – wonach sehne ich mich; nach einer Beziehung, einem Füreinander-Sorgen und dem Gefühl „jemanden zu haben“, oder nach sexueller Befriedigung auf höchster Stufe und dem Gefühl sexueller Zärtlichkeit.
Der Mensch braucht, für gewöhnlich, soziale Nähe – diese ist für ihn lebensnotwendig, was uns beispielsweise das Deprivationssyndrom beweist. In der Kindheit, also in der Zeit, in der der Mensch auch physisch nicht alleine überlebensfähig wäre, reicht die elterliche Fürsorge aus. Deshalb zeigen die meisten Volksschulkinder noch kein Interesse am anderen Geschlecht. Dann, kurz vor Beginn der Pubertät, beginnt der Mensch allmählich einen Ersatz für die elterliche Zuwendung zu suchen….
(Artikel in Bearbeitung)
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