Sonntag, 1. November 2009
Einfachheit, Bescheidenheit und Wanderlust *
Wie Sie vermutlich bereits gemerkt haben, vermeide ich bewusst die Verwendung vieler Fremdwörter und einer zu gehobenen Sprache, auch wenn ich derselben vielleicht mächtig wäre.
Warum sollte ich hier auch im Stil von Friedrich Nietzsche schreiben…
So ist es für Sie und mich doch viel einfacher.
Man könnte fast sagen, ich destilliere oder extrahiere Bücher – ich hole das Wichtigste heraus.
Spaß beiseite; Weniger ist Mehr.
Oft habe ich mich gefragt, warum immer die wertvollsten (auf den Wissensinhalt bezogen) Bücher in der schwierigsten Sprachform geschrieben sind.
Nun, ich denke, wenn jemand Jahre- oder gar jahrzehntelang ein Thema ausarbeitet, wird er sein Wissen nicht so leicht hergeben wollen. Deshalb macht er es nicht jedem zugänglich, indem er eine nicht jedem zugängliche Sprache verwendet.
Ich denke da anders – Wissen für alle und umsonst! Eine jener sehr positiven Seiten des Internets (Hoch lebe auch Wikipedia, aber dazu in einem anderen Artikel...).
Ich habe in meinem Leben weniger Bücher über Philosophie, RaumZeit & das Universum und Psychologie gelesen (von meinem recht umfangreichen Grundwissen über Astronomie abgesehen, welches ich mir in meinen jüngsten Jahren einst aneignete), und trotzdem bin ich bei meinen Philosophier-Abenden (u.a. mit einem sehr guten Freund) sehr weit gekommen, und ich denke, jeder Mensch hat das Potenzial dazu.
Ich glaube, dass ein Schafhirte genauso –wenn nicht sogar eher – auf den Grund/hinter den Sinn unserer Existenz kommen kann, wie ein Philosophie- oder Quantenphysik- oder Psychologiestudent/Doktor mit allen möglichen Titeln.
Warum ich „wenn nicht sogar eher sage“; Nun, ich denke, gerade beim Philosophiestudium verliert man das Gefühl für all diese Sachen, und zwar deshalb, weil man sich zu sehr auf die eingeflößten, tief eingeprägten Theorien versteift…Sicher ist es gut, einiges an Grundwissen zu haben (da reicht meiner Meinung nach allerdings schon „Sofies Welt“), aber zu viel, ist zu viel.
Man sollte besser einfach frei und unbelastet von irgendwelchen (veralteten) Theorien philosophieren.
Das ist auch vielleicht das Problem mancher Politiker – durch ihr Studium haben sie u.U. das Gefühl für die eigentlichen Probleme der Bürger, und natürlich für das Volk und die Bürger selbst, verloren.
Anhand ihrer fest eingeflößten Theorien und Statistiken, die womöglich schon längst veraltet oder nicht mehr praxisnah sind, können sie nicht mehr abwägen, was wirklich Anliegen des "kleinen Mannes" ist, und worüber er hinwegsehen kann.
Aus dem Grund will ich –trotz Interesse- nicht Politik studieren.
Das war meiner Meinung nach auch der große Vorteil von Friedrich Nietzsche.
Er philosophierte mehr oder weniger frei – zwar hatten auch seine Werke indirekte Einflüsse vorgehender Philosophen, aber Sie werden beim Quellenverzeichnis nichts, oder nur wenig finden.
Und trotzdem ist Friedrich Nietzsche zu einer der bedeutendsten und auch recht einflussreichen Personen der Philosophie & Literatur geworden.
Ich selbst habe keine Vorbilder – nur Respektpersonen deren Leben, Lebensweise oder Lebenswerk ich ehre, respektieren oder bewundere.
Vor allem bewundere ich Personen, die ein bescheidenes oder gar asketisches Leben führten.
Noch mehr bewundere ich Personen, die das auch heute noch schaffen.
Haben Sie sich denn nie gefragt, was für ein Lebensinhalt das eigentlich ist?;
Erst geht man 8-14 Jahre lang in die Schule (dies hat teilweise noch Sinn), dann – im Falle, dass man nicht bereits einen Lehrberuf ausübt – studiert man, um dann 30 Jahre lang irgendeinen Beruf auszuüben. Und dann – wenn man endlich Zeit hätte, die Welt und all ihre Facetten zu bewundern und erleben – ist man womöglich schon zu alt, um das alles noch machen zu können.
Deshalb denke ich – oder ich hoffe es zumindest – dass ich mir zunächst eine gute finanzielle Grundlage schaffe, um dann ein paar Jahre frei leben zu können.
Sprich – nach dem Studium einige Jahre lang intensiv arbeiten, bzw. einen gut bezahlten Beruf zu haben, in dem man sich aber u.U. nicht verwirklichen kann, um dann umso mehr Möglichkeiten zu haben (frei zu sein…). Natürlich unter dem Risiko, dem Mammon oder gar der Arbeitssucht zu verfallen, und den anstrengenden aber einfachsten Lebensstil mit viel Geld beizubehalten.
Aber ich hoffe, dass die Flamme des Freiheitsdranges, des Erlebnisdranges in mir nie erlischt.
Um meinen Lebensunterhalt zu schaffen, würde ich für die weitere Zeit von mir aus auch einen schlecht bezahlten Beruf ausüben. Hauptsache ich kann mich selbst verwirklichen und meine Ideen umsetzen.
Jedenfalls möchte ich mich dem Lebensweg von Gregor Sieböck so gut es geht anschließen.
Ich habe das große Glück, inmitten der wunderschönen Bergwelt der Tiroler Alpen zu leben.
Lange Zeit mochte ich die Bergwelt hier nicht, und zog immer wieder andere Länder vor (man will ja das, was man gerade nicht hat, oder?)…
Doch irgendwann lernte auch ich, damit zufrieden zu sein, was man hat, und ich war mit unseren Bergen dann mehr als nur zufrieden und lernte es mittlerweile enorm zu schätzen, ein solches Naturjuwel vor meiner Haustüre zu haben.
Besonders in den Steinbergen (ganz besonders in den Loferer Steinbergen) finde ich eine unglaubliche Ruhe vor – eine unglaubliche Klarheit des Geistes. Es ist nicht nur eine Ruhe von Lärm bzw. Geräuschen, es ist auch diese Ruhe vor der Gesellschaf - vor all dem Trubel. "Nur" kahler Stein und einige harte Kämpfer der Flora und Fauna. Wie elegant sich doch die Gämse im ärgsten Gelände fortbewegt - wie edel und erhaben schwebt der Adler über Bergeshöh'n und wie süß bleibt doch die Blume, welche zwischen kargem Kalk gedeiht - die Bergwelt ist eine einzige gewaltige, Natur gewordene Metapher für die besagte Bescheidenheit.
Außerdem- diesen Hauch vom Subpolaren, den die Landschaft ab 2000m trägt…
Und nicht zuletzt das Gefühl, am Gipfel zu stehen – in 2500 Metern Höhe, über dem Nebel, über all dem unter mir…
Ich bin zwar kein Esoteriker, aber hier kann man wirklich von einer Art Energie sprechen. Vielleicht sind es Endorphine, die freigesetzt werden - mir eigentlich ziemlich egal, aber das Gefühl, auf dem Gipfel zu stehen, den Wind zu spüren - das ist Freiheit.
Mittlerweile wurde das Wandern zu einer Leidenschaft von mir – ganz analog dazu das Fotografieren (vermutlich eines der Dinge, denen ich einfach keine Bescheidenheit widmen kann…Aber man(n) darf sich doch auch mal etwas gönnen) – einige Impressionen und Informationen zu und von meinen Wandertouren sowie weitere Fotos und Schriftstücke meines guten Freundes und Reisegefährten Sintwolf finden Sie auf
I saw The Mountain Respire
Besuchen Sie uns doch mal!
Warum sollte ich hier auch im Stil von Friedrich Nietzsche schreiben…
So ist es für Sie und mich doch viel einfacher.
Man könnte fast sagen, ich destilliere oder extrahiere Bücher – ich hole das Wichtigste heraus.
Spaß beiseite; Weniger ist Mehr.
Oft habe ich mich gefragt, warum immer die wertvollsten (auf den Wissensinhalt bezogen) Bücher in der schwierigsten Sprachform geschrieben sind.
Nun, ich denke, wenn jemand Jahre- oder gar jahrzehntelang ein Thema ausarbeitet, wird er sein Wissen nicht so leicht hergeben wollen. Deshalb macht er es nicht jedem zugänglich, indem er eine nicht jedem zugängliche Sprache verwendet.
Ich denke da anders – Wissen für alle und umsonst! Eine jener sehr positiven Seiten des Internets (Hoch lebe auch Wikipedia, aber dazu in einem anderen Artikel...).
Ich habe in meinem Leben weniger Bücher über Philosophie, RaumZeit & das Universum und Psychologie gelesen (von meinem recht umfangreichen Grundwissen über Astronomie abgesehen, welches ich mir in meinen jüngsten Jahren einst aneignete), und trotzdem bin ich bei meinen Philosophier-Abenden (u.a. mit einem sehr guten Freund) sehr weit gekommen, und ich denke, jeder Mensch hat das Potenzial dazu.
Ich glaube, dass ein Schafhirte genauso –wenn nicht sogar eher – auf den Grund/hinter den Sinn unserer Existenz kommen kann, wie ein Philosophie- oder Quantenphysik- oder Psychologiestudent/Doktor mit allen möglichen Titeln.
Warum ich „wenn nicht sogar eher sage“; Nun, ich denke, gerade beim Philosophiestudium verliert man das Gefühl für all diese Sachen, und zwar deshalb, weil man sich zu sehr auf die eingeflößten, tief eingeprägten Theorien versteift…Sicher ist es gut, einiges an Grundwissen zu haben (da reicht meiner Meinung nach allerdings schon „Sofies Welt“), aber zu viel, ist zu viel.
Man sollte besser einfach frei und unbelastet von irgendwelchen (veralteten) Theorien philosophieren.
Das ist auch vielleicht das Problem mancher Politiker – durch ihr Studium haben sie u.U. das Gefühl für die eigentlichen Probleme der Bürger, und natürlich für das Volk und die Bürger selbst, verloren.
Anhand ihrer fest eingeflößten Theorien und Statistiken, die womöglich schon längst veraltet oder nicht mehr praxisnah sind, können sie nicht mehr abwägen, was wirklich Anliegen des "kleinen Mannes" ist, und worüber er hinwegsehen kann.
Aus dem Grund will ich –trotz Interesse- nicht Politik studieren.
Das war meiner Meinung nach auch der große Vorteil von Friedrich Nietzsche.
Er philosophierte mehr oder weniger frei – zwar hatten auch seine Werke indirekte Einflüsse vorgehender Philosophen, aber Sie werden beim Quellenverzeichnis nichts, oder nur wenig finden.
Und trotzdem ist Friedrich Nietzsche zu einer der bedeutendsten und auch recht einflussreichen Personen der Philosophie & Literatur geworden.
Ich selbst habe keine Vorbilder – nur Respektpersonen deren Leben, Lebensweise oder Lebenswerk ich ehre, respektieren oder bewundere.
Vor allem bewundere ich Personen, die ein bescheidenes oder gar asketisches Leben führten.
Noch mehr bewundere ich Personen, die das auch heute noch schaffen.
Haben Sie sich denn nie gefragt, was für ein Lebensinhalt das eigentlich ist?;
Erst geht man 8-14 Jahre lang in die Schule (dies hat teilweise noch Sinn), dann – im Falle, dass man nicht bereits einen Lehrberuf ausübt – studiert man, um dann 30 Jahre lang irgendeinen Beruf auszuüben. Und dann – wenn man endlich Zeit hätte, die Welt und all ihre Facetten zu bewundern und erleben – ist man womöglich schon zu alt, um das alles noch machen zu können.
Deshalb denke ich – oder ich hoffe es zumindest – dass ich mir zunächst eine gute finanzielle Grundlage schaffe, um dann ein paar Jahre frei leben zu können.
Sprich – nach dem Studium einige Jahre lang intensiv arbeiten, bzw. einen gut bezahlten Beruf zu haben, in dem man sich aber u.U. nicht verwirklichen kann, um dann umso mehr Möglichkeiten zu haben (frei zu sein…). Natürlich unter dem Risiko, dem Mammon oder gar der Arbeitssucht zu verfallen, und den anstrengenden aber einfachsten Lebensstil mit viel Geld beizubehalten.
Aber ich hoffe, dass die Flamme des Freiheitsdranges, des Erlebnisdranges in mir nie erlischt.
Um meinen Lebensunterhalt zu schaffen, würde ich für die weitere Zeit von mir aus auch einen schlecht bezahlten Beruf ausüben. Hauptsache ich kann mich selbst verwirklichen und meine Ideen umsetzen.
Jedenfalls möchte ich mich dem Lebensweg von Gregor Sieböck so gut es geht anschließen.
Ich habe das große Glück, inmitten der wunderschönen Bergwelt der Tiroler Alpen zu leben.
Lange Zeit mochte ich die Bergwelt hier nicht, und zog immer wieder andere Länder vor (man will ja das, was man gerade nicht hat, oder?)…
Doch irgendwann lernte auch ich, damit zufrieden zu sein, was man hat, und ich war mit unseren Bergen dann mehr als nur zufrieden und lernte es mittlerweile enorm zu schätzen, ein solches Naturjuwel vor meiner Haustüre zu haben.
Besonders in den Steinbergen (ganz besonders in den Loferer Steinbergen) finde ich eine unglaubliche Ruhe vor – eine unglaubliche Klarheit des Geistes. Es ist nicht nur eine Ruhe von Lärm bzw. Geräuschen, es ist auch diese Ruhe vor der Gesellschaf - vor all dem Trubel. "Nur" kahler Stein und einige harte Kämpfer der Flora und Fauna. Wie elegant sich doch die Gämse im ärgsten Gelände fortbewegt - wie edel und erhaben schwebt der Adler über Bergeshöh'n und wie süß bleibt doch die Blume, welche zwischen kargem Kalk gedeiht - die Bergwelt ist eine einzige gewaltige, Natur gewordene Metapher für die besagte Bescheidenheit.
Außerdem- diesen Hauch vom Subpolaren, den die Landschaft ab 2000m trägt…
Und nicht zuletzt das Gefühl, am Gipfel zu stehen – in 2500 Metern Höhe, über dem Nebel, über all dem unter mir…
Ich bin zwar kein Esoteriker, aber hier kann man wirklich von einer Art Energie sprechen. Vielleicht sind es Endorphine, die freigesetzt werden - mir eigentlich ziemlich egal, aber das Gefühl, auf dem Gipfel zu stehen, den Wind zu spüren - das ist Freiheit.
Mittlerweile wurde das Wandern zu einer Leidenschaft von mir – ganz analog dazu das Fotografieren (vermutlich eines der Dinge, denen ich einfach keine Bescheidenheit widmen kann…Aber man(n) darf sich doch auch mal etwas gönnen) – einige Impressionen und Informationen zu und von meinen Wandertouren sowie weitere Fotos und Schriftstücke meines guten Freundes und Reisegefährten Sintwolf finden Sie auf
I saw The Mountain Respire
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