Sonntag, 1. November 2009

Klonen – ja oder nein?*

Ich befürworte voll und ganz das therapeutische bzw. medizinische Klonen. Entgegen dem weit verbreiteten Glauben, dass dazu erst Föten gezüchtet und anschließend ihnen die Spenderorgane entnommen werden müssen, ist falsch. Mittlerweile hat man Wege gefunden, aus Stammzellen so gut wie direkt die benötigten Organe zu züchten. Darin sehe ich absolut keine ethischen Verstöße – schließlich wird hier kein individuelles Lebewesen getötet, und (Stamm-)Zellen verlieren wir tagtäglich (zig-)tausende. Es wäre ein Riesenfortschritt in der Medizin. Dialyse-Patienten könnten aufatmen.

Das landwirtschaftliche oder auch vegetative Klonen wäre für mich ethisch gesehen kein Problem. Vielmehr jedoch, dass dadurch die Landwirtschaft noch mehr industrialisiert werden würde bzw. noch mehr Massenproduktion verursacht würde, worunter letztendlich die Qualität der Güter und auch kleinere Betriebe stark leiden würden.

Das direkte Klonen lehne ich jedoch ab, da ich erstens keinen Sinn darin sehe – jeder Mensch ist ein Individuum und soll es auch bleiben – und zweitens, da es noch sehr ineffizient ist. In diese Natur sollte man dann doch besser nicht eingreifen.

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