Sonntag, 1. November 2009

Meine Stellungnahme zum Thema Kommunismus (und indirekt auch zum Thema Kapitalismus)

e Grundidee des Kommunismus ist gut – sie fordert ein durchaus wünschenswertes und friedliches Ziel. Nur leider wurde bereits oft genug gezeigt, dass diese Regierungsform nicht funktionieren kann. Befürworter des Kommunismus machen meist den Kapitalismus dafür verantwortlich – ich sage, es ist ein ganz natürliches Verhalten.
Natürlich liegt das Problem bei den Menschen selbst – es wird immer Leute geben, die sich nicht mit anderen gleichsetzen lassen wollen (nicht zuletzt weil sie auch mehr leisten) und ich selbst möchte es vermutlich ebenso nicht.
Dies ist aber nicht etwa ein vom Kapitalismus geprägtes Verhalten, sondern es ist ein instinktives.
Wer sich stärker/überlegen fühlt, fühlt sich besser, selbstbewusster, und das war schon immer so -->der Mensch ist von Grund auf egoistisch (--> Blogartikel „Egoismus“ ) und gierig.
Aber wie kann man wissen, dass man stärker ist?
Indem man sich an etwas (schwächerem) oder jemandem misst.
Dieses Verhalten finden wir auch bei den anderen Tieren.
z.B. Die Kämpfe der Hirsche - sie tun das, um die Gunst (aller) weiblichen Tiere zu erlangen, und somit der Platzhirsch zu werden.

Die Ausführung, besser gesagt die Interpretation, des Kommunismus war dann überhaupt das Schlimmste.
Es ist ja so gesehen allein schon ein Widerspruch, dass sich im Kommunismus einer als Diktator ernennt, der sich über alle stellt.
Zudem ist es furchtbar, dass der Mord an beinahe 100 Millionen Menschen so wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Die hohe Aufmerksamkeit die den NS-Verbrechen zusteht, ist mehr als gerechtfertigt – aber man sollte nicht übersehen was in Russland in den GULAGs passiert ist – und die 60 Millionen Menschen, die Mao Zedong auf dem Gewissen hat.
Natürlich fragt man sich, warum eigentlich kein Mensch über diese Opfer redet. Nun, in erster Linie haben die Kommunisten versucht, ihre Verbrechen auf Biegen und Brechen zu Verschleiern, und schreckten dabei vor nichts zurück. Diese Verschleierung reicht von der Pervertierung der Sprache (einen GULAG-Häftling nannte man in den Berichten Student) über die Vernichtung sämtlichen Beweismaterials (und dem Unschädlich-Machen von Leuten, die zu informieren versuchten) bis hin zum Fehlen von Zeugen. Ein weiterer wichtiger Punkt, warum diesen Verbrechen so wenig Aufmerksamkeit zusteht ist, dass die Welt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit so von den NS-Verbrechen (zu Recht!) schockiert war, dass das gesamte Aufmerksamkeits- und Aufnahmepotential ausgeschöpft wurde. Zusätzlich dazu präsentierte sich der Kommunismus als der Stellvertreter in punkto Antifaschismus. Selbst wenn die Bedingungen in den GULAGs mit denen in den Konzentrationslagern gleichzusetzen sind, waren und sind immer noch zu viele blind für das, was in den GULAGs geschah. Ich kann Ihnen hierzu das Buch „Der Archipel Gulag“ von Alexander I. Solschenizyn empfehlen. Des Weiteren finden Sie im Internet auch einige Videos zu diesem Thema, die aufklären.

Nun – um nicht vom Thema abzuschweifen, möchte ich noch abschließend dazu sagen, dass ca. 20 Millionen Menschen –Großteils in den Gulags – unter Stalin starben – Stalins nächstes Ziel wären die Juden gewesen. Stalins Verfolgung derselben konnte aber durch dessen Tod glücklicherweise verhindert werden.
Manche argumentieren, dass Stalin einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte; nun, wenn rund 10% der Einwohner gestorben sind, ist es ziemlich logisch, dass sich wirtschaftlich was tut (Arbeitsplätze werden frei u.dgl.).
Nicht außer Acht lassen darf man natürlich Mao Zedong, der neben 60 Millionen Opfern auch großen Schaden an der Kultur anrichtete (sog. „Kulturrevolution“). Dazu kommen noch die Mönche aus Tibet, die bei den Demonstrationen ums Leben kamen und nicht zuletzt Nordkorea. Aber auch auf anderen Kontinenten gab es Opfer. In Afrika ca. 1,7 Mio. und auch in Osteuropa (Tschechien!) und Südamerika.
Ein großes Problem stellt die Ignoranz seitens vieler Menschen dar – versucht man, über diese Verbrechen aufzuklären, wird man oft sogar als rechtsextrem und/oder als Nazi denunziert.

Natürlich, man kann nicht den Kommunismus selbst für diese Opfer verantwortlich machen. Aber es wurde oft genug gezeigt, dass es nicht funktionieren kann, und dass man besser die Finger davon lassen sollte. Deshalb bin ich gegen die heutigen kommunistischen Parteien, wie z.B. auch die KPÖ.
Und die Grundidee rechtfertigt hier gar nichts.
Manche kommen auch mit dem Argument "Ohne Stalin wär Russland jetzt nix" (selbiges mit Mao Zedong).

Wacht endlich auf – Geld regiert nunmal die Welt; daran wird man noch lange nichts ändern können.

Kurz zusammengefasst; Ich habe nichts gegen die Denkansätze des Kommunismus bezüglich den Menschen und deren Rechte, aber ich bin absoluter Gegner jeglicher Ausführung.

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